Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




01.06.2021

Was darf in den Gelben Sack?

Hinweise zur richtigen Abfalltrennung

Die Bananenschale gehört zum Bioabfall, die gelesene Zeitung zum Altpapier. Taschentücher und medizinische Masken gehören zum Restabfall. Bei den meisten Dingen ist die richtige Entsorgung nicht schwer. Doch vor allem im Gelben Sack finden sich häufig Abfälle, die dort eigentlich nicht hineingehören. Ärgerlich, wenn der Sack bei der Abholung dann nicht mitgenommen wird. Durch richtige Abfalltrennung lässt sich dieses Problem vermeiden.

 

Plastik ist nicht gleich Plastik

Nur weil etwas aus Plastik ist, gehört es nicht automatisch in den Gelben Sack. Der Gelbe Sack ist ein Rücknahmesystem des Handels und daher ausschließlich für Verpackungsabfälle vorgesehen. Die Kosten für die Entsorgung und Verwertung dieser Abfälle sind nicht Teil der Abfallgebühren, sondern werden durch die Firmen getragen, die die Produkte in Umlauf bringen. Der Gesetzgeber verpflichtet sie zur Teilnahme an diesem Rücknahmesystem und zur Übernahme der Kosten. Doch was genau gehört in den Gelben Sack?

Verpackungsabfälle können aus Kunststoff sein, aber auch aus Weißblech oder Aluminium - beispielsweise Folien, Tuben, Konserven oder Sprühdosen. Auch die so genannten Verbundverpackungen wie Getränkekartons oder Milchtüten gehören in den Gelben Sack. Alle anderen Abfälle aus Plastik – von der alten Gießkanne über den defekten Wäschekorb bis zum kaputten Spielzeug - gehören zum Restabfall.

Seit 2009 ist es dabei nicht mehr ausschlaggebend, ob der Grüne Punkt auf den Verpackungen ist oder nicht. Denn alle Hersteller müssen sich einem dualen System angeschlossen haben, das die gebrauchten Verpackungen dem Recycling zuführt.Daher gilt: Selbst wenn auf der Hülle kein Grüner Punkt aufgedruckt ist, sollen Verpackungsabfälle immer über den Gelben Sack entsorgt werden. Leere Verpackungen sollten übrigens nicht gespült werden, löffelrein reicht aus.  

Die Initiative der Dualen Systeme in Deutschland „Mülltrennung wirkt“ (www.muelltrennung-wirkt.de) bietet weitreichende Informationen rund um die richtige Trennung und die Verwertung von Verpackungsabfällen.

 

Was passiert mit den Verpackungsabfällen?

Die Verpackungsabfälle aus der Region werden im Trierer Hafen bei der A.R.T. GmbH angeliefert. Die vollautomatische Sortieranlage der A.R.T. GmbH sortiert jährlich ca. 100.000 Tonnen Leichtverpackungen, die im Rahmen der dualen Entsorgung auf den rechtlichen Vorgaben des aktuellen Verpackungsgesetz gesammelt werden. Diese Leichtverpackungen setzen sich aus Verpackungen aus Kunststoff (Becher, Folien oder Kunststoffflaschen), Metallverpackungen aus Aluminium und Weißblech, Verbundverpackungen wie Getränke­kartons und sonstigen Verpackungen, die aus mehreren Materialien bestehen, zusammen. Die automatische Sortierung der Verpackungen mittels Nahinfrarottechnik (NIR) in die Kunststoffarten Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyethylenterephthalat (PET) ist das Herzstück der Anlage.

Recycelter Kunststoff, auch Rezyklat genannt, kommt heute für die unterschiedlichsten Produkte zum Einsatz und braucht sich hinter neuem Kunststoff nicht zu verstecken. Dank innovativer Technik reicht die Produktpalette von Pflanztöpfen über Einkaufskörbe bis hin zu Verpackungen, die in fast jedem Supermarkt zu finden sind. Jede über den Gelben Sack entsorgte Verpackung leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.



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